last update: 06.02.2017

 

ABARTH & MORETTI

 

 

What do ABARTH and MORETTI have in common, the ABARTH collector may ask himselfs. So please have a look at the follwing two photos:

 

          ABARTH 1300 OT and MORETTI 1200 Monoposto - photo ca. 1970 Swizterland                   

      ABARTH 750 Zagato and MORETTI 750 SPYDER - photo 1965 USA

 

 

Nun, die individuelle Fertigung von Sportwagen in Kleinstserien hatte in Italien, und speziell in Turin, nach dem 2. Weltkrieg Tradition. Erinnert sei hier beispielhaft an die wohlklingenden Namen Stanguellini, Osca, Volpini, Ermini, Tarachi, Siata und wie sie alle hießen.

 

 

Die Firma MORETTI baute ab Anfang der 50ger Jahre hauptsächlich Fahrzeuge der 750-ger Klasse. Das waren Monoposti für die Formula Junior, Renn- und Sportwagen, Cabrios, Spyder und Coupes, aber auch Limousinen, Kombis und Taxen. Diese Fahrzeuge waren reine MORETTI Entwicklungen, mit eigenen Chassis oder Rahmen, Motoren und Getrieben. Es waren keine FIAT Derivate! Die 750-ger Motoren wiesen eine oder zwei oben liegende Nockenwellen auf und leisteten zwischen 30 und 75 PS. Der Motor lag vorne. Die Hinterräder wurden über eine zweiteilige Kardanwelle angetrieben. Die Presse bezeichnete Giovanni Moretti Mitte der 50ger Jahre als "König der 750ger". Entsprechend erfolgreich wurden seine Fahrzeuge im Rennsport eingesetzt (Le Mans etc.).

 

Besonderer Beliebtheit erfreuten sich seine Autos in den USA. Die Amerikaner waren vernarrt in die filigranen Konstruktionen von MORETTI. Und so wurde ein Großteil der 750-ger Produktion in die USA verkauft. Nicht selten besaßen ABARTH Fans in den USA auch einen MORETTI 750. Hier schließt sich der Kreis zu den frühen 750-ger ABARTH`s.

 

 

 

 

    MORETTI GRAND SPORT 750 - Foto 1956

 

 

 

Die Karosserien des MORETTI 750 GRAND SPORT und des MORETTI 750 Spyder und Coupe wurden von MICHELOTTI gezeichnet. Diese 750-ger MORETTI`s wurden zu 90% per Hand nach Kundenwünschen gebaut. Alles war individuell lieferbar: Unterschiedliche Motorleistungen, verschiedene Getriebe- und Hinterachsübersetzungen, jede Außenfarbe und jede Farbe der Innenausstattung. Alles war eben "custom made". Der Name des Erstbesitzers wurde mit einem Messingschild am Armaturenbrett dokumentiert.

 

Entsprechend hochpreisig waren die Autos. Bei Bestellung mussten 50 % des Kaufpreises angezahlt werden. Der unten abgebildete MORETTI 750 SPYDER SUPER TURISMO lag als 750ger mit 43 PS im Preissegment des Porsche 356 und war damit von 1957 - 1959 schlichtweg zu teuer für den italienischen und europäischen Markt.

 

Heute stellt jeder MORETTI 750, sei es das ALGER-CAP-COUPE , der GRAND SPORT oder der SPYDER SUPER TURISMO ein Sammlerstück dar, das seltener zu finden ist als ein ABARTH 750 mit einer Karosserie von ZAGATO oder ALLEMANO. Es gibt weltweit nur wenige fahrbereite MORETTI 750. Die Auktionsergebnisse der vergangenen Jahre haben dieser Situation Rechnung getragen.

 

 

MORETTI 750 SPYDER SUPER TURISMO 1957
Coachwork: Michelotti
all photos 2012
copyright: Dr. Gelleschun

 

 

 

 

 

Der hier abgebildete MORETTI 750 SPYDER SUPER TURISMO war das letzte Eigengewächs der Firma MORETTI. Ab den frühen 60-ger Jahren bis in die 80-ger Jahre hinein baute MORETTI nur noch Sonderkarosserien, meist auf FIAT Plattform und mit FIAT Technik. 

Also, sollte Ihnen ein MORETTI 750 angeboten werden, zögern Sie nicht ihn zu kaufen! Er wird Ihnen viel Fahrspaß bereiten und Sie erwerben damit ein seltenes Stück italienischer Automobilgeschichte der 50ger Jahre.

We are rebuilding the front screens of the the car above at the moment. If your are interested, send me a mail.

 

 

 

 

This MORETTI 750 Bialbero (VIN 1601) was offered and sold at Padova/Italy 2012 at a price of 200.000,- 

 

 

 

This is the international MORETTI 750 car registry:

http://www.moretti-registry.com/index.html

 

 

 

 

 

 

 

copyright:   Dr. Norbert Gelleschun